12. Juli 2010

Unser Fernwärmenetz erreicht Solothurn


Mit dem Ausbau der Fernwärmeleitung ab der Kebag nach Solothurn wird die Regio Energie Solothurn Kundinnen und Kunden eine besonders ökologische Heizvariante anbieten können. Am 12. Juli beginnen die Bauarbeiten auf Solothurner Boden, nachdem das Netz seit 2007 auf Zuchwiler Gemeindegebiet ausgebaut wurde. Ein erstes Solothurner Quartier wird bereits ab 1. Oktober 2010 versorgt.

 

Seit 2007 beliefert die Regio Energie Solothurn (RES) über 31 Liegenschaften auf dem Gemeindegebiet Zuchwil mit Fernwärme. Darunter sind wichtige Grossanlagen wie das Gartencenter Wyss, das Sportzentrum oder das Betagtenheim Blumenfeld. Bereits heute kann über dieses Fernwärmenetz eine CO2-Einsparung von rund 2‘500 Tonnen pro Jahr erzielt werden, was umgerechnet etwa 38 Tankwagen à 20‘000 Liter Heizöl entspricht.

 

Ab 1.Oktober 2010 werden nun erste Solothurner Liegenschaften mit Fernwärme versorgt. Die dem Netz lahe liegenden Liegenschaftsbesitzer mit einem bestimmten minimalen Leistungsbedarf wurden von der RES über das neue Angebot informiert und erhielten die Gelegenheit, hier nun aufzuspringen.

 

Neben der Erweiterung des bestehenden Netzes, welches sich in die südlich der Bahnlinie liegenden Gebiete der Stadt Solothurn erstreckt, erstellt die RES nun auch eine neue Hauptleitung. Mit dieser werden weitere Gebiete südlich der Aare – in Zuchwil wie in Solothurn – mit Fernwärme versorgt. So sollen bis 1. Oktober 2011 ein Gebiet der Solothurner Vorstadt und im 2012 auch westlich davon liegende Parzellen entlang der Aare von der Möglichkeit der Fernwärme profitieren können.

 

Mit dem Einsatz der umweltfreundlichen Fernwärme folgt die Regio Energie Solothurn dem politischen Willen des Gemeinderates und dem verabschiedeten Masterplan, welche neben den bisherigen leitungsgebundenen Systemen eine weitere nachhaltige Alternative darstellt.

 

Das Investitionsvolumen für diesen Weiterausbau der Fernwärme-Versorgung beträgt mehr als 20 Millionen Franken. Das Vorhaben ist das grösste Investitionsprojekt der Regio Energie Solothurn, wesentlich grösser als andere Investitionsvorhaben der RES, beispielsweise in Energie-Produktionsanlagen.

 

Das Projekt hat Hauptmotive im umweltschonenden Energieeinsatz; gleichzeitig trägt es grössere Risiken. Eine solches Invest mit einer Lebensdauer von mehr als 50 Jahren kann sich wohl nur ein Unternehmen leisten, welches auf stabile Rahmenbedingungen baut, langfristig planen und aufgrund finanzieller Eigenmittel auch finanzieren kann. Mit dem Ausbau dieses zusätzlichen Netzes werden andere früher getätigte Investitionen in andere Energie-Netze tangiert, womit – dies die Schattenseite - nicht amortisierbare Investitionen entstehen. Diese Abschreiber in Millionenhöhe, welche mit dem stark ökologisch fundierten Bau-Entscheid ermittelt und erhärtet wurden, werden zulasten der RES-Jahresrechnung im 2010 und allenfalls Folgejahren ersichtlich werden. Selbstverständlich werden Kundinnen und Kunden, welche mit Erdgas versorgt werden und nicht auf Fernwärme wechseln wollen, weiterhin über das Gasnetz versorgt.

 

Mit den guten Lösungen trägt die RES dazu bei, dass der Energieverbrauch für Warmwasser und Heizungen bis in zehn Jahren um einen Fünftel gesenkt werden kann. Knapp die Hälfte dieser Senkung soll mit der Nutzung erneuerbarer Energieträger oder der Nutzung von Abwärme erreicht werden. Dazu setzt RES auf die Verwendung der ohnehin durch die Kehrichtverbrennung entstehende Wärme.

 

Die CO2 –freie Alternative wird von der RES zu attraktiven Konditionen angeboten. Mit der Fernwärme-Lösung wird der durchschnittliche Energiepreis im Leistungs-Bereich von 20 bis 60 kW auf etwa 8,8 bis 9,5 Rappen pro Kilowattstunde zu liegen kommen. Das Abkommen mit dem Wärmelieferanten Kebag wird zu recht stabilen Preisen führen und erlaubt eine genauere Budgetierung.

 

Auf Seite der Fernwärme-Kundschaft ist die Heizanlage umzurüsten, welche sich zusammen mit dem Haus-Anschluss auf die lange Lebenszeit lukrativ amortisieren lässt.

 

 

 

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