18. Mai 2009

Energieforum 2009


Die Erde ein Treibhaus - Zeit zum Handeln

Der Klimaforscher Thomas Stocker von der Universität Bern sprach am Frühjahrsevent der Regio Energie Solothurn. Dies vor zahlreichen Vertretern aus Politik und Wirtschaft. Stocker belegte den oft bezweifelten Klimawandel anhand eindeutiger Forschungsergebnisse. Da die Klimaerwärmung vorab auf das Verhalten der Menschheit zurückzuführen ist, wird politisches Handeln dringlich. Am selben Anlass wurde die Gast AG aus Utzenstorf ausgezeichnet. Der diesjährige Energiepreis wurde dieser in der Region beheimateten Transportfirma für besonders umweltgerechtes Verhalten übergeben.

Dass sich das Klima der Erde erwärmt, wird höchstens noch von Politikern oder von der Presse in Frage gestellt. Die Wissenschaftler sind sich einig: Die Verbrennung von fossilen Brennstoffen, die Produktion von Zement sowie die intensive Landnutzung (Abholzung) erwärmte das Klima in den letzten 50 Jahren unnatürlich. Diese Thesen vertrat der Physiker und weltbekannte Klimaforscher Professor Thomas Stocker.

Die Klimaveränderung ist natürlich keine populäre Botschaft. Klimaschutz und die klimabedingte Anpassung werden mit hohen Kosten und infrastrukturellen Veränderungen verbunden sein. Wunderrezepte gegen die globale Erwärmung wurden wiederholt vorgeschlagen und machen oft Schlagzeilen. Die Emission von Treibhausgasen während der letzten 250 Jahre und die globale Veränderung der Landnutzung können jedoch nicht innerhalb von wenigen Jahren mit einigen Massnahmen beseitigt werden. Kurzfristig orientierte Vorschläge wie das Filtern von Abgasen oder das Aufforsten einiger Gebiete sind praktisch wirkungslos angesichts der gigantischen Massen der bisher emittierten Gase. Einzig langfristige und globale Massnahmen wie die Steigerung der Effizienz beim Einsatz der Brennstoffe sowie die schrittweise Reduktion von Emissionen werden ermöglichen, dieses globale Problem in Schranken zu halten.

Am diesjährigen Energieforum erhielt die in der Region beheimatete Firma Gast AG für ihr umweltgerechtes Verhalten den Energiepreis der Regio Energie Solothurn. Die Gast AG ist innovativ und in vielen Entsorgungsverfahren ein ausgesprochener Pionier. So hat Gast schon vor 24 Jahren dafür gesorgt, dass Grünabfälle direkt auf ihren Entsorgungsfahrzeugen weiter verarbeitet werden können, wodurch direkte Fahrten zu den Verwertungsorten möglich wurden und unzählige Fahrten und Zwischenlagerungen unnötig machten. Für die Regio Energie Solothurn ist besonders wichtig, dass die Firma GAST AG den Kehricht und das Grüngut konsequent mit modernsten Biogas-betriebenen Fahrzeugen einsammelt. Gast scheut die Kosten nicht, um mit 100 % Biogas fahren zu können. Dieses Gas wird aus den Kompostabfällen der Region in der Kompogasanlage in Utzenstorf gewonnen.

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