«Der Fokus liegt auf Kernkompetenzen»

Bereits als Direktor ad interim hat Martin Bucher die strategische Weiterentwicklung der Regio Energie Solothurn mitgeprägt. Seit April 2026 steht er nun definitiv an der Spitze des Unternehmens.

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Als Martin Bucher im Juli 2025 seinen ersten Arbeitstag bei der Regio Energie Solothurn antrat, befand sich das Unternehmen in einer besonderen Situation. Er übernahm ad interim die Stelle als Direktor, nachdem sich der Verwaltungsrat von Marcel Rindlisbacher getrennt hatte. Innerhalb kurzer Zeit musste sich Martin Bucher also in ein breites und anspruchsvolles Aufgabengebiet einarbeiten. «In dieser speziellen personellen Situation war es mir besonders wichtig, die Kontinuität im Unternehmen sicherzustellen», erinnert er sich. Dabei konnte er auf die Unterstützung einer erfahrenen Geschäftsleitung sowie auf engagierte Mitarbeitende zählen.

Angestellt – und gleich wieder bewerben

Er habe sich von Beginn weg wohlgefühlt bei der Regio Energie Solothurn. «Das Unternehmen mit seinen verschiedenen Geschäftsfeldern ist sehr interessant und hat eine gute Grösse, um es gezielt weiterzuentwickeln », sagt Martin Bucher. Gemeinsam mit der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat wurden bereits in den ersten Monaten wichtige Weichen für die Zukunft gestellt, unter anderem mit der Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie. Den eingeschlagenen Weg wollte Martin Bucher weiterverfolgen, weshalb er sich schliesslich für die definitive Anstellung als Direktor bewarb. Im mehrstufigen Auswahlverfahren setzte er sich erfolgreich gegen die Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. Seit April 2026 steht er nun offiziell an der Spitze der Regio Energie Solothurn.

Vom Flugzeugmechaniker zum Energiefachmann

Sein beruflicher Weg begann in einem ganz anderen Umfeld: Martin Bucher absolvierte zunächst eine Lehre als Flugzeugmechaniker. Nach einer kaufmännischen Weiterbildung folgte eine Karriere in der Finanzbranche. Vor 18 Jahren wechselte der heute 60-Jährige schliesslich in die Energiebranche. Nach seinem Engagement beim ewz als Leiter Energiedienstleistungen übernahm er bei der BKW-Gruppe die Verantwortung für das Themenfeld «Dezentrale Energie & Effizienz» und war in dieser Funktion unter anderem auch Mitglied der Geschäftsleitung der AEK Energie AG in Solothurn. «Dadurch habe ich die Region Solothurn und die Menschen hier näher
kennen und sehr schätzen gelernt», so der Luzerner. 

Die Energiezukunft aktiv gestalten

 Wohin möchte Martin Bucher die Regio Energie Solothurn führen? «Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen Energie, Wasser, Netze und energienahe Dienstleistungen. Als Energie- und Infrastrukturdienstleister wollen wir gezielt weiterwachsen. » Ein zentrales Wachstumsfeld sei dabei die Fernwärme. In den nächsten Jahren soll das Fernwärmenetz weiter ausgebaut werden. Gleichzeitig werde Erdgas zunehmend an Bedeutung verlieren. «Diesen Rückgang wollen wir aktiv und kontrolliert gestalten. Unser Ziel ist es, die wertvolle bestehende Gasnetzinfrastruktur künftig verstärkt für nachhaltige Energieträger zu nutzen.» Deshalb soll der Anteil erneuerbarer Gase im Wärmemarkt kontinuierlich weiter erhöht werden. Bis 2030 soll dieser im Wärmemarkt auf 40 Prozent steigen. Mit dem Geschäftsbereich Lösungen begleitet die Regio Energie Solothurn ihre Kundinnen und Kunden zudem bei der Planung und Umsetzung von Energieprojekten. «Dabei setzen wir bewusst auf die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern», sagt Martin Bucher. «Gemeinsam können wir unseren Kundinnen und Kunden umfassende Lösungen aus einer Hand anbieten.»

   

Text: Barbara Zulliger
Fotos: Michel Lüthi, BILDERWERFT.CH