Auftrieb fürs Öufi-Boot
Nach Kofmehl und der Seilbahn Weissenstein will Rolf Studer mit dem Öufi-Boot eine weitere Solothurner Institution retten.
Rolf Studer, viele Interessenten für das Öufi-Boot gab es nicht. Welches Risiko geht die Seilbahn Weissenstein mit dem Kauf ein?
Das Risiko ist minim. Stimmen unsere Aktionäre an der Generalversammlung dem Kauf zu, wird die Nautic & Navigation GmbH rückwirkend auf Anfang 2026 als eigenständige Tochtergesellschaft integriert. Unser Businessplan steht für fünf Jahre. Im schlimmsten Fall resultiert am Ende eine schwarze Null. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir das Geschäft auf gesunde Beine stellen können.
Warum sind Sie so optimistisch?
Das Öufi-Boot ist als touristisches Angebot gut eingeführt. In Attisholz und Riverside sehen wir Zukunftspotenzial, ebenso mit dem Palais Besenval. Wir haben mit Michel Künzi einen motivierten Kapitän und Geschäftsführer, zwei weitere Bootsführer sind in Ausbildung. Das bewährte bisherige Personal ist weiterhin dabei. Und vor allem haben wir breite Unterstützung aus der ganzen Stadt.
Wer steht hinter dem Neuanfang?
Tourismusdirektor Bernhard Christen gehört seit Anfang zu den treibenden Kräften. Solothurn Tourismus übernimmt Marketing und Buchungen. Die Regio Energie, die schon seit 2019 zur Sicherstellung des Betriebs beiträgt, engagiert sich weitere fünf Jahre als Presenting Partner. Zusammen mit den Gold-Sponsoren Ypsomed und Baloise Bank können wir den Unterhalt der drei Schiffe sichern. Mit Beiträgen unterstützt haben uns zudem die Halter AG, Madeleine und Heinz Katzenstein, das Malergeschäft Pfister, Reinhold Mathys, die Öufi-Brauerei sowie Bürger- und voraussichtlich Einwohnergemeinde.
Was passiert als Nächstes?
Es geht weiter wie bisher. Wir werden versuchen, die Zahl der Fahrten zu erhöhen, die betrieblichen Abläufe zu vereinfachen und das Catering-Konzept zu verfeinern. Wir sind alle optimistisch. Manchmal muss man entscheiden. Und dann muss man es vor allem auch machen.
Text: Michael Hug
Fotos: Michel Lüthi, Bildwerft.ch