Update zur Gasversorgung

Aktuelle geopolitische Situation
Die Spannungen im Nahen und Mittleren Osten haben sich durch den Angriff der USA und Israels
auf den Iran weiter verschärft. Diese Entwicklungen beeinflussen derzeit die internationalen
Energie- und Gasmärkte.

Strasse von Hormus im Fokus
Im Zentrum der aktuellen Entwicklungen steht die Strasse von Hormus, eine strategisch bedeutende Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Rund 20 % des weltweiten LNG- und Ölhandels passieren diese Route. Nach Angriffen auf mehrere Schiffe haben Versicherungsunternehmen angekündigt, mögliche Schäden teilweise nicht mehr zu decken. In der Folge hat sich die Schifffahrt durch diese Passage deutlich reduziert.

Auswirkungen auf die Energiemärkte
Die Auswirkungen auf die Gaspreise hängen stark davon ab, wie lange die Situation anhält und wie stark die Schifffahrt eingeschränkt bleibt. Ein grosser Teil der LNG-Lieferungen aus Katar ist für asiatische Märkte bestimmt. Daher haben die Preise in Asien derzeit stärker reagiert als in Europa, teilweise mit Preisanstiegen von 20–30%. Dennoch beeinflusst der LNG-Handel grundsätzlich den globalen Energiemarkt, weshalb auch Europa indirekt betroffen sein kann. Kurzfristige Preisanstiege sind bei der Regio Energie Solothurn derzeit nicht geplant.

Dauer der Situation entscheidend
Sollte die Einschränkung nur drei bis vier Wochen andauern, gehen Experten davon aus, dass der Markt dies verkraften kann. Bei einer länger anhaltenden Störung könnten jedoch Auswirkungen auf die Befüllung der europäischen Gasspeicher im Sommer entstehen.
Der Präsident der USA, Donald Trump, spricht bereits vom möglichen Ende des Iran-Krieges, was aktuell zur Beruhigung der Lage beiträgt.

Versorgungssituation in Europa
Dank der derzeit milden Temperaturen in Europa und geringerer Speicherentnahmen in den letzten Wochen gilt die Gasversorgung für den restlichen Winter weiterhin als gesichert – selbst bei kurzfristig steigenden Verbräuchen.