Cleveres Rezept für alte Erdölheizung

santésuisse reduziert Emissionen und Heizkosten mittels Erdgas und Abwärme aus dem Serverraum. Die gesamte Umsetzung erfolgte im Rahmen des Contracting-Vertrages mit der Regio Energie Solothurn.

Firmenbeschriftung der santésuisse Solothurn

santésuisse engagiert sich schweizweit für ein soziales Gesundheitswesen und verschreibt hausintern der alten Erdölheizung ein cleveres Rezept. Die Rechnung ist einfach: Erdgas plus Abwärme aus dem Serverraum gleich weniger Heizkosten und reduzierte Emissionen. «Eine intakte Umwelt und gesunde Luft beeinflussen die Gesundheit der Menschen. Auch deshalb fiel der Entscheid, in eine emissionssparende Heizanlage zu investieren, leicht.» Als Stefan Holenstein, Mitglied der Direktion und Leiter Support, vor über einem Jahr zum Branchenverband der Krankenversicherer stiess, war das Projekt schon aufgegleist. 

Nebst Spezialaufgaben im Rahmen der Verbandsreorganisation und dem Tagesgeschäft kümmerte er sich mit seinem Team intensiv um die Umsetzung einer Studie der NBG Ingenieure AG. Kurt Nenniger prüfte verschiedene Alternativen zur Erdölheizung und empfahl, die konstant vorhandene Abwärme aus dem Serverraum der IT-Abteilung zu nutzen, Erdöl durch Erdgas zu ersetzen und in eine Wärmepumpe zu investieren.

Wärmepumpe der santésuisse

Cleveres Energiemanagement

Der Vorschlag überzeugte. Die kostenlose Serverraumabwärme deckt ca. 25 Prozent der benötigten Heizenergie der santésuisse ab. Generiert wird sie mit einer Wärmepumpe. Wärmepumpen gehören zu den effektivsten Heiz-, Kühl- und Warmwassersystemen. Die Wärme aus der Abluft wird nach dem Prinzip «Kühlschrank» gewonnen. Im Winter genügt die Abwärme aus dem Serverraum nicht ganz. Mit Erdgas – dem saubersten aller fossilen Energieträger – werden die kältesten Perioden abgedeckt.

Ein «heisser» Sommer

Von März bis September 2009 wurde das Projekt umgesetzt. Die Sanierung sollte vor dem Winter abgeschlossen sein. Das interne Projektteam (mit den Leitern Support, Haustechnik, IT und Finanzen) funktionierte gut. Die externen Partner Regio Energie Solothurn, NBG Ingenieure AG und Amrhein-Stalder zogen am gleichen Strick. Der Zeitplan wurde von allen Beteiligten rigoros eingehalten. santésuisse-Mitarbeitende wunderten sich im Frühling über ungewohnten Lärm und Geruchsimmissionen (der Öltank wurde ausgebaut). Damit hielten sich die Unannehmlichkeiten aber schon in Grenzen. Gestaunt wurde über den Raumgewinn. Neu kann der Keller nun anderweitig genutzt werden. Schon jetzt zeigen sich die Vorteile der neuen Heizanlage: Die Erdgasheizung braucht nicht viel mehr als eine Nische, Erdgas wird bedarfsgerecht rund um die Uhr ins Haus geliefert: Auf einen internen Speicher kann verzichtet werden.

Heizungsraum santésuisse

Professionalität zahlt sich aus

Für Stefan Holenstein müssen Dienstleistungs- und Servicequalität stimmen. Vertrauen in die Partner sei unabdingbar, meint er, nur dann könne optimal und zielführend gearbeitet werden. «Das Projekt wurde dank der professionellen Arbeit sämtlicher Fachleute pünktlich abgeschlossen. Die Kosten der Sanierung halten sich im verträglichen Rahmen. 

Die technischen Kinderkrankheiten zu Beginn der Testphase waren schnell kuriert. Der Contracting-Vertrag mit Regio Energie Solothurn ist ein weiterer Pluspunkt. «Die Vorteile überwiegen – auf beiden Seiten», schmunzelt Holenstein. Und nicht zuletzt passe die Heizanlage hervorragend zum Image von santésuisse: wirtschaftlich, qualitativ und ökologisch sinnvoll investieren. Die neue Heizanlage funktionierte den ganzen langen harten Winter einwandfrei. Operation gelungen. Patient geheilt.

Energiezeitschrift (2/10), Helena Tillein

Stefan Holenstein vor santésuisse