Neubau Reservoir Königshof

Nahe des Patriziersitzes Königshof in der Gemeinde Rüttenen entsteht zurzeit ein neues Reservoir zur Wasserspeicherung und Druckhaltung der «unteren Zone Solothurn». Der Neubau wird die sanierungsbedürftigen Reservoire Steingrube und Gisihubel ersetzen.

Ausgangslage

Druckhaltung und Wasserspeicherung der «unteren Zone Solothurn» erfolgen heute mit dem 1929 gebauten Reservoir Gisihubel und dem 1880 erstellten und 1930 erweiterten Reservoir Steingrube. Beim Reservoir Steingrube besteht kurzfristig und beim Reservoir Gisihubel mittelfristig Sanierungsbedarf. Zudem ist gemäss der rechtsgültigen Generellen Wasserversorgungsplanung Solothurn das vorhandene Speichervolumen in der «unteren Zone Solothurn» zu klein.

Im Rahmen einer Studie wurde im Oktober 2007 aufgezeigt, dass eine Sanierung mit Reservoirerweiterung weder wirtschaftlich noch betrieblich sinnvoll ist. Als Bestvariante hat sich der Verbund mit der benachbarten Wasserversorgung Zuchwil herauskristallisiert. Dieser sieht eine gemeinsame Druckzone «Solothurn untere Zone – Zuchwil» vor, die durch das bestehende Reservoir Bleichenberg in Zuchwil, sowie ein neu zu erstellendes Reservoir im Gebiet Königshof versorgt wird. Die beiden alten Reservoire Gisihubel und Steingrube werden ausser Betrieb genommen.

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Baufortschritt 

Baustellen-Webcam

Mit unserer Webcam sehen Sie jederzeit den aktuellen Stand der Bauarbeiten oder können den Baufortschritt im Zeitraffer Revue passieren lassen:

Baustellen-Webcam Königshof, Ansicht 1

Baustellen-Webcam Königshof, Ansicht 2

Mai 2021 – Die Bauarbeiten sind in vollem Gange

Das Reservoir Königshof hat Gestalt angenommen. Die Aussenwände der beiden Reservoirkammern sind bereits betoniert. Zwölf Beton-Pfosten werden die schwere Decke halten.


Eine Zeitkapsel für die Nachwelt

Am Grubenfest (12. Januar 2021) anlässlich der Fertigstellung der Baugrube hat die Regio Energie Solothurn gemeinsam mit der Marti AG und der Emch+Berger AG eine Zeitkapsel vergraben, um das aktuelle Geschehen für die Nachwelt festzuhalten. Wer die Baugrube in entfernter Zukunft wieder öffnet, wird in dieser Kapsel neben Projektunterlagen auch diverse Unterlagen, die den aktuellen Zeitgeist dokumentieren, finden. Wobei aus aktuellem Anlass natürlich die allgegenwärtige Schutzmaske nicht fehlen darf.


Bohrung Leitungsbau

Zur Herstellung der Verbindung zwischen dem Reservoir und dem Wasserversorgungsnetz wurde im Microtunnelingverfahren ein Bohrkopf mit einem Durchmesser von 1,3 Meter eingesetzt. Nach der Fertigstellung der ersten Verbindungsleitung musste der Bohrkopf mit einem 60 Tonnen Kran wieder aus der Baugrube entfernt werden.


5. August 2020: Spatenstich


März 2020: Waldrodung

Das Reservoir Königshof liegt im Wald östlich des gleichnamigen Patriziersitzes. Da das Königshof-Ensemble geschützt ist, verlangten das Amt für Raumplanung und die Fachstelle Heimatschutz, dass zwischen dem Königshof und dem Reservoir ein möglichst breiter Waldsaum als Sichtschutz bestehen bleibt. 

Zum Baustart wurden im März 2020 3'440 Quadratmeter Wald gerodet, davon 3'130 Quadratmeter temporär und 310 Quadratmeter definitiv. Die Ersatzaufforstungen für die temporäre Rodung wird an Ort und Stelle erfolgen, für die definitive Rodung wird in Subingen eine entsprechende Ersatzfläche aufgeforstet. 

Blick in die Zukunft

Finden Sie das Reservoir Königshof? Nach der Fertigstellung der Bauarbeiten wird lediglich die Einfahrt des Reservoirs zu sehen sein. Die gesamte Fläche wird wieder aufgeforstet, wobei über dem Reservoir nur flachwurzelnde Büsche und Sträucher zulässig sind.

Die nachfolgenden Bilder zeigen verschiedene Ansichten nach dem Bau des Reservoirs Königshof. 

Links: Das Grundstück direkt nach Fertigstellung des Neubaus

Mitte: Höherer Baubestand nach Aufforstung, ca. im Jahr 2030

Rechts: Zufahrt zum Eingang des Reservoirs, Sicht vom Königshofweg